Allgemeines

Überblick

Methamphetamin Strukturformel
Methamphetamin Strukturformel

Methamphetamin (Crystal Meth) ist eine synthetische1)https://de.wikipedia.org/wiki/Synthese_(Chemie Droge, die in mehreren Erscheinungsformen erhältlich ist. Meist wird sie als Kristall verkauft, dieser ist geruch- und farblos. Crystal Meth wird hauptsächlich aus einem Glasrohr geraucht oder auch (in kleinerer Form) geschnieft (Pulverform) und geschluckt (Pillen). Außerdem ist es möglich, die Kristalle in Wasser zu lösen und dann zu injizieren. Der Rausch tritt sehr schnell ein - bei:

-Schlucken ca. 30-45 min.

-Schniefen ca. 10-20 min.

-Rauchen schon nach wenigen Sekunden

-Spritzen sofort nach injektion

Trotz des schnellen Eintretens hält der Rausch lange in unserem Körper an. Er kann von 6-48 Stunden anhalten, da Crystal Meth nur sehr langsam abgebaut wird.


Differenzierung

Methamphetamin als Medikament vs. Methamphetamin als Designerdroge

Zunächst hier die Definition von Methamphetamin auf Wikipedia:

Methamphetamin (N-methyl-alpha-Methylphenethylamin) ist eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Stoffgruppe der Phenylethylamine. Sie wird sowohl in der Medizin als Arzneistoff wie auch missbräuchlich als euphorisierende und stimulierende Rauschdroge verwendet. Andere Namen sind Metamfetamin oder N-Methylamphetamin; umgangssprachlich und in der Drogenszene wird auch von Crystal MethMethIce oder Crystal gesprochen.

Methamphetamin gehört zur Substanzklasse der Amphetamine. Zu ihr zählen noch etliche weitere psychoaktive Substanzen, unter anderem Amphetamin selbst und das in der Natur vorkommende Ephedrin. Methamphetamin ist ein potentes Stimulans und indirektes Sympathomimetikum, d. h. es regt stark die sympathischen Teile des vegetativen Nervensystems an.

Herstellung, Besitz oder Inverkehrbringen von Methamphetamin ohne Erlaubnis ist in Deutschland und den meisten europäischen Ländern strafbar. In den USA fällt die Substanz seit 1970 unter das Drogenkontrollgesetz2)https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin

Bereits in den 1920er Jahren - sowohl in den USA als auch in Japan und Europa - wird Methamphetamin auf seine pharmakologische Wirkung hin untersucht. Hintergrund war die Suche nach einem Medikament gegen Asthma, das leichter anzuwenden war als das bereits bekannte Adrenalin. Adrenalin, ein körpereigenes Hormon, war ebenfalls geeignet, die Atemnot bei Asthma zu lindern. Adrenalin hat jedoch den Nachteil, dass es nur intravenös verabreicht werden kann.3)https://www.drugcom.de/?id=topthema&sub=189 

Insofern ist Methamphetamin nicht a priori "böse", sondern hätte möglicherweise als weise eingesetztes Medikament manches Leid lindern können. Seine Wirkweise und der Lauf der Geschichte haben jedoch dazu geführt, dass es - als Crystal Meth, als Crank, als Glass, Pulver oder Ice - Leid und Zerstörung gebracht hat und zu Recht gebannt ist.

Hören wir, was weiter mit Methamphetamin passierte:

1929 ist dem Chemiker Gordon Alles in den USA dann der Durchbruch zur pharmakologisch-industriellen Nutzung der bereits seit 1893 bekannten Substanz gelungen: Er hatte erstmals Amphetamin synthetisiert, ein vollständig künstlich hergestelltes Stimulanzium, das als flüchtige Substanz inhaliert werden konnte. Der Chemiker ließ die Substanz 1932 patentieren. 1934 wurde Methamphetamin von dem Unternehmen Smith, Kline and French (SKF) unter dem Handelsnamen Benzedrin auf den Markt gebracht. Benzedrin war anfänglich so leicht zugänglich wie Aspirin und erzielte bald große Umsätze.

Studierende nutzten leistungssteigernde Wirkung von Benzedrin

Studien mit Benzedrin belegten zudem einen Weckeffekt sowie Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit bei niedrigen Dosierungen. Diese Eigenschaften haben sich, wie bei Pervitin, auch bald Studierende zunutze gemacht, um sich beim Lernen oder bei den Vorbereitungen auf eine Prüfung wach und bei guter Laune zu halten. Schon 1937 warnte die Zeitschrift Time vor den Gefahren des Konsums von Benzedrin unter Studierenden. Doch trotz der sich bereits abzeichnenden Suchtgefahr hielten Ärzte an dem Mittel fest.

Aufgrund der Berichte über Stimmungsverbesserungen wurden Studien mit Benzedrin durchgeführt, um psychiatrische Erkrankungen zu behandeln. Allerdings wurde deutlich, dass sich Verbesserung nur bei leichten depressiven Erkrankungen zeigten, aber Verschlechterungen bei schweren Depressionen, Psychosen und Angsterkrankungen. In den USA und Großbritannien wurde Benzedrin daraufhin zur Behandlung milder Depressionen vermarktet. In Deutschland hatte diese Rolle Pervitin eingenommen.

Eine weitere Anwendung der Amphetamine war die Gewichtskontrolle aufgrund der appetithemmenden Wirkung. Schon in den ersten klinischen Studien wurde beobachtet, dass die Personen nach einigen Wochen an Gewicht verloren. Bis in die späten 1960er Jahre war der Gebrauch von Amphetaminen wie Benzedrin und Pervitin eine der häufigsten zugelassenen Anwendungen zur Gewichtskontrolle.

Der Gebrauch von Amphetaminen zu medizinischen Zwecken war allerdings immer auch von Missbrauch und Abhängigkeit begleitet. Einem Bericht aus den 1960er Jahren zufolge haben immerhin 10 Prozent der Personen, denen Amphetamine verschrieben wurden, eine Abhängigkeit entwickelt.

Medizinischer Gebrauch und Missbrauch schlecht zu trennen

Es wurden noch weitere Amphetamine entwickelt, doch der medizinisch begründete Gebrauch ließ sich nie wirklich erfolgreich vom missbräuchlichen Konsum der Substanz trennen. Methamphetamin und Amphetamin wurden jeweils schon kurz nach der Markeinführung als Medikament sowohl im beruflichen wie auch im Freizeitbereich missbraucht, um sich wach zu halten, um depressive Stimmungen zu lindern oder einfach um beim Feiern gut drauf zu sein. Die Motive beim Konsum der heutigen „Modedrogen“ Crystal Meth und Speed sind daher vermutlich nicht sehr viel anders als in den Anfängen, als die Wirkstoffe noch als Pervitin und Benzedrin legal erhältlich waren.4)ebd.


Crystal Meth ist eine synthetische Droge, sie wird in einem ”Meth-Labor” gemacht. Sie wird nicht wie die meisten Drogen pflanzlich hergestellt. Mehrere Amphetamine und Chemischen Substanzen werden beigemischt um die Wirkung zu verstärken. Oft wird als Grundlage eine Erkältungs Pille genutzt. Der sogenannte “Meth-Koch” extrahiert das Amphetamin: “Pseudoephedrin” welches dann mit weiteren Chemikalien kombiniert wird. Diese Chemikalien sind Beispielsweise:  Batteriesäure, Abflussreiniger, Lampenöl und Frostschutzmittel.

Diese verstärken die Wirkung der Droge.

Die Meth-Labors sind Illegal und werden oft mit mehreren Köchen betrieben. Besonders im Dreiländereck von Polen, Deutschland und Tschechien sind solche Labor-Küchen ansässig5)https://www.welt.de/politik/deutschland/article141402450/Crystal-Wahnsinn-basiert-auf-pikanter-Dreiecksbeziehung.html und6)https://www.welt.de/politik/deutschland/article134620734/Crystal-Meth-ist-die-Droge-der-Generation-Selfie.html und7)https://www.welt.de/politik/deutschland/article137120778/Crystal-Meth-zum-Spottpreis-vom-Asia-Markt.html...



Weitere Informationen von Wikipedia8)https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin

Chemie

Methamphetamin ist als freie Base bei Raumtemperatur flüssig; sein Hydrochlorid dagegen ist als Salz eine farblose kristalline Substanz.

Herstellung

Methamphetamin entsteht durch:

Die drei letzteren Herstellungsprozesse verlaufen enantiospezifisch. Die Herstellung ist halbsynthetisch, wenn Methamphetamin (Summenformel C10H15N) aus dem natürlich vorkommenden Ephedrin (C10H15NO) gewonnen wird.

Vor 1980 wurde Methamphetamin oft auf erstgenanntem Herstellungsweg aus Phenylaceton synthetisiert, wobei vor allem die Rockergruppe Hells Angels in den 1960ern auf diese Weise große Mengen produzierte. Heute unterliegt Phenylaceton strenger Überwachung (z. B. in Deutschland dem Grundstoffüberwachungsgesetz), weshalb dieser Syntheseweg eher selten geworden ist. Die Reduktion von Ephedrin bzw. Pseudoephedrin ist seit Anfang der Achtziger wahrscheinlich am verbreitetsten. Ephedrin oder Pseudoephedrin wird entweder aus frei erhältlichen Schnupfenmitteln, durch verschiedene Stufen organischer Lösungsmittel, extrahiert oder stammt vom osteuropäischen Schwarzmarkt. Beim Extrahieren entsteht das reine Isomer (S)-Pseudoephedrin. Anschließend wird es durch die Reduktion z. B. mit Iod und rotem Phosphor, zum (S)-N-Methylmethamphetamin umgesetzt.

Eine Alternative basiert auf Phenylessigsäure und Essigsäure (bzw. dem Essigsäureanhydrid) und führt bei Kondensation auf Thoriumoxid als Katalysator im Rohrofen zunächst zu Phenylaceton. Anschließend erfolgt die Umsetzung des Phenylacetons mit Methylamin und nachfolgende Reduktion des entstehenden N-Methylimins. Als Reduktionsmittel kann dabei Quecksilber-Aluminiumamalgam, Natriumamalgam oder Lithiumaluminiumhydrid zum Einsatz kommen. Da die Reaktion nicht stereospezifisch ist, wird auf diesem Weg das Racemat (S)/(R)-N-Methylmethamphetamin erhalten. Das erhaltene Produkt wird anschließend durch alkalische Wasserdampfdestillation von etwaig verbleibenden Ausgangsstoffen sowie Nebenprodukten getrennt. Dabei entstehen die typisch riechenden Dampfwolken illegaler Methylmethamphetamin-Herstellung.

2016 beschloss die EU-Kommission eine Verschärfung des Zugangs zu Chlorephedrin. Dieser Wirkstoff, der bislang legal erhältlich war, fällt zukünftig in die Kategorie 1 der EU-Verordnungen zu Drogenausgangsstoffen und unterliegt damit sehr starken Handelsrestriktionen sowie strengsten Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen.

Methamphetamin (Crystal Meth) ist in mehreren Erscheinungsformen erhältlich ist. Meist wird es als Kristall verkauft, dieser ist geruch- und farblos. Crystal Meth wird hauptsächlich aus aus einem Glasrohr geraucht oder auch (in kleinerer Form) geschnieft (Pulverform) und geschluckt (Pillen). Außerdem ist es möglich, die Kristalle in Wasser zu lösen und dann zu injizieren.

Der Rausch tritt sehr schnell ein - bei:

-Schlucken ca. 30-45 min.

-Schniefen ca. 10-20 min.

-Rauchen schon nach wenigen Sekunden

-Spritzen sofort nach Injektion

Trotz des schnellen Eintretens, hält der Rausch lange in unserem Körper an. Er kann von 6-48 std. anhalten, da Crystal Meth nur sehr langsam abgebaut wird.


Mehr Information der "Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht" [Quelle9)http://www.emcdda.europa.eu/publications/drug-profiles/methamphetamine/de]

Physische Form

Methamphetamin-Base ist ein farbloses, leicht flüchtiges und in Wasser unlösliches Öl. Das gängigste Salz ist das Hydrochlorid (CAS-51-57-0): ein in Wasser lösliches weißes oder cremeweißes Pulver oder Kristalle. Illegale Produkte haben meist Pulverform, jedoch wird das reine kristalline Hydrochlorid auch als „Ice“ [Eis] bezeichnet. Tabletten, die Methamphetamin enthalten, können Logos tragen, wie man sie ähnlich auf MDMA und anderen Ecstasy-Tabletten findet.

Anwendung

Methamphetamin kann geschluckt, geschnupft und seltener auch injiziert oder geraucht werden. Im Gegensatz zum Sulfatsalz von Amphetamin ist Methamphetaminhydrochlorid, vor allem in kristalliner Form („Ice“), ausreichend flüchtig, um geraucht werden zu können. Bei oraler Aufnahme kann eine Dosis, je nach Reinheit und den Anteilen der Isomere, einige zehn bis zu mehrere hundert Milligramm betragen.

In Deutschland liegt der Preis bei 80 Euro pro Gramm. Das ist einer der höchsten Preise für diese Droge, daher kaufen viele der deutschen Konsumenten in der Tschechoslowakei ihr Crystal Meth. In der Tschechoslowakei liegt der Preis bei etwa 30 Euro pro Gramm.

Im Jahr 2011 schwankte der von wenigen Ländern gemeldete Kleinhandelspreis für Methamphetamin von 8 EUR (Litauen) bis 79 EUR (Deutschland) pro Gramm10)http://www.emcdda.europa.eu/publications/drug-profiles/methamphetamine/de - siehe auch diese Tabelle des "European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction" von 2011 > http://www.emcdda.europa.eu/stats13#display:/stats13/ppptab4a11)http://www.emcdda.europa.eu/stats13#display:/stats13/ppptab4a

Informationen von "Drogenkult.net" (Fachinformation: Speed, Amphetamin, Methamphetamin – Mischkonsum)12)https://www.drogenkult.net/?file=Speed&view=2

Anmerkung: Da Methamphetamin ein Derivat von Amphetamin ist, werden im Folgenden Methamphetamin und Amphetamin im Zusammenhang diskutiert.

Siehe auch: Folgen


Was geschieht im Gehirn?

Speed (Amphetamin und Methamphetamin) erhöht in den synaptischen Spalten des Gehirns (Zentralnervensystems) die Konzentration der Neurotransmitter Noradrenalin (Botenstoff des Leistungs- und Stressbewältigungssystems) und Dopamin (Botenstoff der Bewegungssteuerung, des abstrakten Denkens, der Verhaltensplanung und des Gedächtnisses) durch vermehrte Freisetzung und eine abgeschwächte Wiederaufnahme. Speed bewirkt vor allem eine sofortige Steigerung der Leistungsfähigkeit (mit einem leichten Gefühl der Euphorie gewürzt) und mindert den Appetit und das Schlafbedürfnis. Die Ausschüttung von Noradrenalin wird nach dem Konsum von Speed stärker stimuliert als die Ausschüttung von Dopamin, bei Amphetamin etwa drei- bis viermal so stark, bei Methamphetamin etwa das doppelt so stark. Die Ausschüttung von Serotonin wird durch den Konsum von Speed kaum beeinflusst.

Das High-Gefühl nach dem Konsum von Speed und das verstärkte Empfinden von Glück, Freude und Zuversicht wird auf eine verstärkte Ausschüttung von Dopamin zurückgeführt. Verantwortlich dafür ist ein Belohnungssystem, das im Nucleus accumbens im basalen Vorderhirn angesiedelt ist. Im Volksmund gilt deshalb Dopamin als "Glückshormon". Bei gleicher Dosierung bewirkt Methamphetamin eine fünfmal stärkere Freisetzung von Dopamin als Amphetamin. Methamphetamin ist deshalb deutlich niedriger zu dosieren als Amphetamin.

Amphetamin und Methamphetamin aktivieren auch Rezeptoren, die sonst durch Spurenamine spezifisch stimuliert werden. Spurenamine (engl. trace amines) sind biogene Amine, die durch Decarboxylierung von Aminosäuren entstehen. Ihrem Namen entsprechend kommen sie im Körper nur in geringen Mengen vor. Die Rezeptoren der Spurenamine (engl. trace amine-associated receptor) werden in Kurzform als TAAR oder auch TA bezeichnet. Sie wurden im Jahr 2001 entdeckt. Insbesondere der Rezeptor TAAR1 wird durch die Spurenamine β-Phenylethylamin und Tyramin, aber auch durch Amphetamin und Methamphetamin stimuliert. Durch die Stimulierung des TAAR1-Rezeptors mittels Amphetamine wird der Dopamin-Transporter derart moduliert, dass es zu einer Richtungsumkehrung seiner Funktion kommt und Dopamin vom Zellinneren in den außerzellulären Raum (synaptischen Spalt) transportiert wird, jedoch eine Rückführung vom synaptischen Spalt in das Innere der Zelle nicht bewerkstelligt werden kann, obwohl das die eigentliche Funktion des Transporters ist. Auf diese Weise wird der extrazelluläre Dopamin-Spiegel erhöht.

Wirkung

Die meisten Partyleute nehmen Speed, um nachts durchgehend fit zu bleiben und durchzutanzen. Speed wird jedoch nicht nur zum Feiern, sondern ebenso auch zum Arbeiten konsumiert. Vor allem Leute, die lange konzentriert (fehlerfrei) arbeiten müssen, konsumieren nicht selten regelmäßig Speed. Speed-Wirkstoffe setzen aus den Nervenzellen des Leistungssystems im Gehirn die körpereigene "Leistungsdroge" Noradrenalin frei. Außerdem kommt es zu einer Dopaminfreisetzung, was zu einem gehobenen Selbstwertgefühl führt. Durch die gleichzeitige Freisetzung von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin wird der Organismus in eine Art Alarmbereitschaft versetzt, wie dies bei einer bedrohlichen Lage üblich ist. In der englischen Sprache wird dieser Zustand der Erregung mit dem feststehenden Begriff "fight-fright-flight" (kämpfe, fürchte, flüchte) ausgedrückt. Speed erhöht zudem die Körpertemperatur und unterdrückt den Hunger und das Bedürfnis nach Schlaf.

Die Wirkung nach oraler Einnahme von 5 bis 30 Milligramm Amphetamin setzt nach 20 bis 40 Minuten ein und dauert maximal vier bis sechs Stunden. Amphetamin steigert im Allgemeinen das Gefühl des Wohlbefindens, der Gelassenheit und der Zufriedenheit, beseitigt rasch bestehende Müdigkeit und fördert zumeist die Konzentration und das Selbstvertrauen. Amphetamin löst bei einigen Konsumenten auch einen lang anhaltenden Rededrang aus. Im Allgemeinen gelten 30 Milligramm für Gelegenheitskonsumenten als hohe Dosis, für Dauerkonsumenten jedoch als niedrige Dosis. Letztere nehmen oft 50 bis 100 Milligramm als Einzeldosis. Solche Wirkstoffmengen können bei Gelegenheitskonsumenten recht unangenehme Nebenwirkungen wie Herzrasen, Zittern und Sinnestäuschungen hervorrufen.

Nach dem Schnupfen von 30 bis 50 Milligramm Amphetamin setzt die Wirkung nach 30 bis 120 Sekunden ein, wobei die allgemeine Grundstimmung für vier bis fünf Stunden angenehm beeinflusst wird und die allgemeine Motivation zur Leistung wie auch der Tatendrang angeregt werden. Bei Gewohnheitskonsumenten (Dauerkonsumenten) hält die Wirkung nur bis zu zwei Stunden an und ist bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie bei Gelegenheitskonsumenten.

Geschnupftes Methamphetamin-HCL hat bereits in Dosierungen um 10 Milligramm eine deutlich merkbare stimulierende Wirkung, die bis zu 20 Stunden anhalten kann. Nach dem Schnupfen von 30 Milligramm und mehr treten in der darauf folgenden Zeitspanne von 20 bis 30 Stunden nicht selten heftige und immer wiederkehrende Halluzinationen auf. Lust, Erotik und Geilheit werden dabei oft überdurchschnittlich prägend empfunden und können bei günstigen Voraussetzungen über Stunden hinweg angeregt und sehr lustvoll ausgelebt werden.

Methamphetamin-Base – in Europa so gut wie unbekannt – wird zumeist auf einer über einem Glas Wasser gespannten und gelochten Aluminiumfolie geraucht. Die übliche Dosis liegt anfänglich bei 30 bis 50 Milligramm. Dauergebraucher erhöhen die Dosis auf bis zu 100 Milligramm und mehr. Die Wirkung setzt nach wenigen Sekunden ein, dauert etwa eine Viertelstunde an und klingt dann über mehrere Stunden hinweg langsam ab. Diese Konsumart hinterlässt klebrige Rückstände in der Lunge und gilt (besonders bei häufiger Applikation) als äußerst ungesund.